Projekt Sammlung

Projekt Sammlung ist die Bezeichnung für mehrjährige Kooperationen mit internationalen Künstlern. Das Konzept ist aus der kritischen Auseinandersetzung mit den heutigen Sammlungsproblemen im Bereich zeitgenössischer Kunst (Kurzlebigkeit, Produktionsexplosion, Raumnot) hervorgegangen. Es basiert auf dem Gedanken, dass Ortsbezug und Kontinuität sowie die Möglichkeit vertiefter Auseinandersetzung primäre Aspekte des Sammelns darstellen und nicht materieller Besitz. Langsamkeit wird angestrebt und Vergänglichkeit akzeptiert. Das Kunsthaus versteht sich nicht als vermeintlich neutrale Institution, sondern als aktiver Partner der Künstler. Die prozessorientierten und nachhaltigen Projekte beziehen fallweise auch den öffentlichen Raum ein und erreichen ein breites Publikum. Von 1996 bis 2000 waren Tadashi Kawamata (Tokio) und Richard Tuttle (New York und New Mexico) und von 1998 bis 2002 Pavel Pepperstein (Moskau) in Zug aktiv. Darüber sind umfassende Publikationen erschienen. 2003 begann Olafur Eliasson (Berlin und Kopenhagen) ein mehrjähriges Projekt.

Cumulus aus Europa (um den Artikel zu lesen klicken Sie hier)
Nachdruck mit Genehmigung aus Parkett Nr. 76/2006 Zürich/New York