Jo Achermann | Horizont–Verflechtung
7. Halt: Lorzenebene, Zug



Der Bildhauer Jo Achermann, Berlin, realisiert die Idee für ein mehrjähriges Aussenprojekt ‹Horizont – Verflechtung› im Frühjahr 2003 dank kooperativer Behörden, Landeigentümer und Pächter in der Zuger Lorzenebene. An exponierten Standorten zwischen Siedlung, Landwirtschaft, Verkehr und Natur stehen fünf halbtransparente,
betretbare Holzkuben. Sie bilden ein flexibles Netzwerk in einer zerstückelten, aber erhaltenswerten Grünzone und dienen als ‹Beobachtungsposten› zur Schärfung der Wahrnehmung. Riesige Bau- projekte verändern ihre Umgebung in den folgenden Jahren. Um ein Bewusstsein für die zivilisatorische Erosion zu schaffen, fotografiert Achermann den Wandel und zeigt eine erste Diaserie im Kunsthaus Zug mobil, das mitten in der Lorzenebene steht. Es kommt zu intensiven Kontakten mit der Bevölkerung, die den raschen Wandel nur schwer verkraftet. Der Künstler sieht sich in die Rolle eine Stadtsoziologen versetzt. Es gelingt, wichtige Behördenvertreter, Planer, Architekten, Kunstinteressierte und Schüler mit dem Thema bekannt zu machen und sie in die Lorzenebene zu führen - eine Kunstreise in die für viele unbekannte Mitte von Zug, wo die städtebauliche Zukunft liegt. Erneut geht es bei einem Containerprojekt um Zeitlichkeit.

 

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