Peter Kogler
2. Halt: Riedhof Hünenberg


Der Wiener Peter Kogler geht mit dem Kunsthaus Zug mobil erstmals künstlerisch um. Kogler ist mit riesigen Wandarbeiten international
bekannt geworden. Anarchische Schlingen- oder Röhrenmotive aus dem Computer lösen bestehende Raumstrukturen auf und erzeugen virtuelle Labyrinthe, in denen man sich ebenso verliert wie sie einen ästhetisch verführen. In Zug ist Kogler mit einem grossen Kunst-am- Bau-Beitrag im Kaufmännischen Bildungszentrum bekannt geworden.
Er sucht im ganzen Kanton Zug ideale Standorte für das Projekt und findet sie in Hünenberg, Cham und beim Kunsthaus. An jedem Ort zeigt er eine andere Videoarbeit, während die Aussenseite, die er für den ersten Standort entwickelt hat, gleich bleibt.
Das Kunsthaus Zug mobil wird zum fremdartigen Kunstobjekt, das die Passanten überrascht und anlockt. Das speziell geschulte Aufsichtspersonal erfüllt Vermittlungsarbeit. Es geht um die Spannung zwischen virtueller Computerwelt und Natur, Fiktion und Realität. In Hünenberg vermutet niemand zeitgenössische Kunst an einem abgelegenen Waldrand. Dennoch finden neben ortsansässigen Passanten (Hundehalter, Reiterinnen, Pfadfindergruppen, Waldarbeiter, Wanderer) viele Kunstinteressierte den Weg zum Container. Der ORF dreht mit einem aus Wien angereisten Team ein Porträt über den Künstler.
Partner für die Organisation ist die örtliche Kulturkommission, die das Eröffnungsfest organisiert; Teilnehmer sind auch der Gemeindepräsident und der Kulturattaché der Österreichischen Botschaft.
Eine Studentin der Kunsthochschule Hamburg zeichnet eine Woche lang für eine spätere Ausstellung im Kunsthaus.