7. Juni 2020 bis 23. August 2020

Zeit und Raum
Hommage an Christine und Peter Kamm

Fotografie mit Christine und Peter Kamm und Werken von: Richard Long, Red Stone Ring, 1990, Josef Hoffmann, Stühle, um 1907, Wiener Avantgarde, Stühle, um 1902-1905, Sammlung Kamm, Zug, © 2019, ProLitteris, Zürich, Künstler und Ottiger Fotografie Zug

Das Kunsthaus Zug wäre heute ein anderes, wenn sich das Ehepaar Fritz und Editha Kamm-Ehrbar nicht mit dem österreichischen Bildhauer-Emigranten Fritz Wotruba in Zug befreundet hätte. Wotruba beriet das Paar beim Aufbau ihrer Privatsammlung, die heute als Stiftung Sammlung Kamm die bedeutendste Kollektion Wiener Moderne in Europa ausserhalb Österreichs umfasst. Und die zur relevanten Stellung des Kunsthaus Zug im Kunstbetrieb beiträgt.

Die Ausstellung ‹Zeit und Raum› thematisiert das Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im Zentrum steht das Wirken des Zuger Ehepaars Christine und Peter Kamm, der Sohn von Fritz und Editha Kamm-Ehrbar. Für ihn als Architekten und für sie als Kunsthistorikerin waren sowohl die Zeit wie auch der Raum wichtiger Bestandteil ihrer Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur.

Werke ihrer privaten Sammlung, die mitten in ihrer Wohnung Teil des Lebens war, zeigt das Kunsthaus Zug nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Werke von Palladio, Josef Hoffmann oder Koloman Moser überraschen ebenso wie Arbeiten von Richard Long, Brigitte Kowanz oder Roman Signer. Auch Anna Margrit Annen, Guido Baselgia oder Hanna Villiger sind in Zug bekannte Namen, die zur Sammlung des Ehepaars Kamm gehören. Diese verbindet somit die Geschichte mit der Gegenwart, die Region mit der Welt.

Christine und Peter Kamm verknüpften das Sammeln bildender Kunst mit einem breiten Spektrum kultureller Aktivitäten. Dies verrät eine ganzheitliche Sicht auf Tradition und Innovation, Natur und Urbanität. Weggefährten zeigen in der Ausstellung die verschiedenen Facetten ihres kulturellen Engagements für Zeit und Raum.

Kuratiert von Matthias Haldemann, Direktor