16. Februar 2020 bis 6. September 2020

Fantastisch Surreal
Die Sammlung
Breton Duchamp Kiesler
Surrealistische Räume 1947

Meret Oppenheim, Nuages, 1953, Kunsthaus Zug, © 2019 ProLitteris, Zurich

Fantastisch Surreal – Die Sammlung

Abkömmlinge einer anderen Welt, Zeugen von Traumlandschaften, fantastische Wesen. Als Auftakt in das Jubiläumsjahr richtet das Kunsthaus Zug seinen Blick auf den Sammlungsschwerpunkt der ersten Stunde: Schweizer Surrealismus und Fantastik.

Etwas surreal mag es auch der Zuger Kunstgesellschaft angemutet haben, als sie sich Ende der 1970er-Jahre Gedanken zu einer eigenen Sammlung machte. Wie konnte man sich von etablierten Kunstinstitutionen unterscheiden? Das Einzelgängerische und Eigenwillige der surrealen und fantastischen Strömungen machen bis heute den Reiz dieses Sammlungsschwerpunkts aus.

Die Ausstellung ‹Fantastisch Surreal› thematisiert verschiedene Spielarten des Surrealismus – mehr eine Geisteshaltung denn ein Stil. Mit Meret Oppenheim und Kurt Seligmann sind die wenigen Kunstschaffenden der Schweiz vertreten, die aktiv am Pariser Surrealismus teilnahmen. Mitunter noch nie ausgestellte Werke und unerwartete Beziehungen zwischen scheinbar Bekanntem eröffnen neue Sichtweisen auf die Sammlung, die weiterwächst.

Kuratiert von Marco Obrist, Sammlungskurator

 

Breton Duchamp Kiesler – Surrealistische Räume 1947

Friedrich Kieslers Figue Anti-Tabou, Exposition Internationale du Surréalisme, 1947, (Ausstellungsgestaltung: Friedrich Kiesler, Fotografie: Rémy Duval) © 2019 Österreichische Friedrich und
Lillian Kiesler-Privatstiftung,Wien

Eine surrealistische Ausstellung, die alle bisherigen übertrifft! So lautete das Ziel der Surrealismus-Ausstellung 1947 in Paris von André Breton, Marcel Duchamp und Friedrich Kiesler. Die architektonische Inszenierung übernahm der österreichische Architekt, Theaterreformer und Künstler Friedrich Kiesler. Er war einer der ersten, der die Inszenierung als künstlerischen Anteil an einer Ausstellung auffasste. So waren denn auch die Räume der Surrealismus-Ausstellung 1947 Teil des künstlerischen Konzepts – Architektur und Kunst als Einheit und Erfahrungsraum für die Betrachter. Anhand von insgesamt rund hundert Originalentwürfen und Fotografien wird die bemerkenswerte Ausstellung in Zug zu sehen sein – zum ersten Mal ausserhalb Wiens. Als ob sie 1947 dabei gewesen wären, durchschreiten die Besucherinnen das geheimnisvolle Labyrinth. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, Wien realisiert.

Kuratiert von Matthias Haldemann, Direktor und Gerd Zillner, Kiesler-Privatstiftung Wien

 

Die Ausstellungen werden grosszügig unterstützt von:

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Private Mäzene