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30. März bis 12. Mai 2019

VON DER FIGUR ZUM RAUM
Skulpturen, Objekte, Installationen der Sammlung


Serge Brignoni
Figure embryonnaire, 1931
Kunsthaus Zug

Hans Aeschbacher | Alexander Archipenko | Joannis Avramidis | Helen Balmer |
Serge Brignoni | Trudi Demut | Hans Fischli | Karl Geiser | Hermann Haller |
Ilya Kabakov | Michael Kienzer | Friedrich Kiesler | Ödön Koch | Peter Kogler |
Friedrich Kuhn | Sara Masüger | Jakob Probst | Fritz Roth | Katharina Sallenbach | Bernhard Schobinger | Roman Signer | Josephine Troller | Richard Tuttle |
Andreas Urteil | Eva Wipf | Fritz Wotruba


Eine grosse Sammlungsausstellung wird das Jahresprogramm um mindestens eine Dimension erweitern – die dritte. Das spannungsvolle Wechselspiel zwischen Figur und Raum erhält eine Bühne. Materialien werden zu sehen sein, die ihre Bedeutung bis ins 20. Jahrhundert hinein nicht verloren haben, Bronze etwa oder Stein, bis die Avantgarde das Wechselspiel zwischen Gegenständlichem und Ungegenständlichem auf den Plan rief und das Ideal vollendeter Harmonie hinterfragte und verwarf.
Gezeigt werden auch Schweizer Surrealisten, Serge Brignoni etwa, der zwar mit Stein arbeitete, sich aber von der menschlichen Figur löste. Oder Arbeiten von Josephine Troller, die Assemblagen aus Gebrauchsgegenständen herstellte. Letztlich auch Plastiken, die ihre Umgebung aktiv mitbestimmen: Skulpturen als gegenständliche Darstellung verdrängen nicht länger den Raum, in dem sie stehen. Sie nehmen ihn ein und nutzen ihn mit. Der Umraum wird aktiviert und vermessen. In Form von Luft etwa, wenn Roman Signer einen Ventilator installativ zur Kunst erhebt und Grenzen zwischen Kunstwerk, Raum und Publikum durchlässig und physisch erlebbar macht.
Neuerwerbungen und Schenkungen werden erstmals präsentiert: Solche von Schweizer Bildhauerinnen und Bildhauern wie Fritz Roth aus Cham im Kanton Zug (1945 – 2016), Eva Wipf, Katharina Sallenbach oder von Hans Aeschbacher beispielsweise, ein Freund Fritz Wotrubas, einer Schlüsselfigur der Sammlung, die in der Ausstellung natürlich ebenfalls ihren Platz finden wird. Erstmals wird in Zug auch Ilya Kabakovs Installation ‹Toilet in the Corner› zu sehen sein. Sie erinnert an Etagenklos sowjetischer Blockbauten, wenn da einer – der Künstler selbst – hinter einer Glastüre sitzt und singt.

Kuratiert von Marco Obrist